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Sahara Yoga - eine Reise in die Wüste und zu mir selbst

„Ich habe die Wüste immer geliebt. Man setzt sich auf eine Sanddüne. Man sieht nichts. Man hört nichts. Und währenddessen strahlt etwas in der Stille.“

 

 - Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz

 

Es ist schwer jemandem, der noch nie in der Wüste war zu beschreiben wie es sich dort anfühlt. Trotzdem möchte ich es heute versuchen. Ich möchte meine besonderen Erfahrungen und Gefühle mit dir teilen um dich vielleicht zu inspirieren dieses Abenteuer für dich auch zu wagen. 

 

Die scheinbar unendliche Weite beruhigt die Augen und die Seele. Die Stille gibt deinen Gedanken Raum sich völlig zu entfalten und nach und nach kehrt dann auch Stille in dir ein. Das Erlebnis Yoga in der Wüste zu praktizieren ist unbeschreiblich. Du wirst eins mit der Natur, beginnst mit ihr zu fließen, vergisst Raum und Zeit und gehts vollkommen in der Wüste auf. 

Die Wüste öffnet den Blick für neue Perspektiven und bietet dir Raum Altes zurückzulassen, einfach loszulassen. 

 

Das Camp

 

Das Sahara Yoga-Camp liegt geschützt in der Senke einer großen Düne und bietet alle Annehmlichkeiten, die man sich vorstellen kann. Geschlafen wird in Nomadenzelten in richtigen Betten. Die Zelte stehen im Kreis und schaffen so eine schönen, mit Teppichen ausgelegte Platz zum aufhalten. In der Mitte findet sich die Feuerstelle, wo nachts gemeinsam am Feuer getrommelt und gesungen wird. 

Es gibt fließendes Wasser, richtige Toiletten und sogar eine Dusche. Um das Camp herum finden sich ausreichend Möglichkeiten sich zurück zu ziehen wie Hängematten oder Liegemöglichkeiten.

 

Das Team

 

Barak ist der Gründer von Sahara Yoga und man merkt immer wieder, dass sein ganzes Herz in diesem Projekt steckt. Mit so viel Liebe hat er das Camp entworfen und lässt es immer weiter wachsen. 

Vor Ort unterstützt wird er von seiner Familie. Mit so viel Aufmerksamkeit und Umsicht umsorgt zu werden wie von der Familie Oussidi macht anfangs ein etwas komisches Gefühl. Wir sind es einfach nicht gewohnt, dass man sich so um uns kümmert ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Ganz schnell gewöhnt man sich aber daran und genießt es einfach, dass immer jemand da ist um einem die Wünsche von den Augen abzulesen und dabei so unaufdringlich ist, dass man ihn kaum bemerkt. 

Gekocht wird auch von Baraks Familie und das Essen ist wirklich unfassbar gut. 

So verwöhnt worden wie im Sahara Yoga Camp bin ich wirklich noch nie. 

 

Das Yoga

 

Yoga an außergewöhnlichen Orten hat natürlich immer eine besondere Qualität. Aber Yoga in der Wüste ist wirklich mit nichts zu vergleichen. 

Wenn es die Temperaturen und der Wind zulassen finden die Yogaklassen auf einer Platform in den Dünen statt. Dort oben zu sitzen und in den Sonnenaufgang zu meditieren hat etwas unbeschreiblich Stilles und Erhebendes. Wenn es während der Klasse dann langsam warm wird und man die Kraft der Sonne auf seiner Haut fühlt entsteht eine wahnsinnige Verbindung zur Natur, wie ich sie so noch nie gespürt habe. 

Die Zeit vergeht dort oben in einem ganz anderen Tempo. Wir haben dieses Jahr teilweise drei Stunden auf der Plattform verbracht und mir kam es kaum wie eine Stunde vor. 

 

Die innere Reise

 

Ganz oft bin ich gefragt worden, was man da eigentlich so macht, den ganzen Tag in der Wüste. Meine Antwort war immer, man ist bei sich. Dort ist nichts, was es zu tun gibt. Keine Verpflichtungen, kein Handynetz, kein Internet. Man muss keine Ausflüge machen, nicht besichtigen oder erleben. Man kann einfach nur sein. Ganz ohne schlechtes Gefühl, dass man irgendwas verpassen könnte. Es gibt nichts zu verpassen. Nur dich und die Stille. Und in der Stille findest du manchmal Antworten, manchmal auch auf Fragen, die du noch gar nicht gestellt hattest.

 

Ich kann dir eine Reise mit Sahara Yoga in die Wüste von Marokko wirklich unbedingt empfehlen. Eine solche Erfahrung wirst du nie wieder in deinem Leben machen.

Ich war dieses Jahr zum zweiten mal dort und es wird nicht das letzte mal gewesen sein...inschallah.

 

 

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